2014
Die Krise im Norden Malis ist alles andere als überwunden. Wenig rührt sich von Seiten der malischen Regierung oder der internationalen Gebergemeinschaft. Die Bevölkerung kann sich nicht erlauben, zuzuwarten, bis man ihr hilft. Sie hilft sich selbst, so gut sie kann.
Aissata in Attara hat ihr kleines Unternehmen weiter ausgebaut. Inzwischen hat sie in Niono eine Werkstatt gefunden, die starre Ansaugrohre für die Motorpumpen herstellen kann (Bild links). Die sind für Motoren und Pumpen zwar nicht so gut, wie die flexiblen, die Vibrationen und Stöße auffangen, aber besser als gar nichts.
Die importierten, fabrikgefertigten Schubkarren halten nicht lange, vor allem die Mulden reißen ein, weil sie schwer beladen werden, und neue Schubkarren kommen nur selten hinzu. Aissata lässt in ihrer Werkstatt die importierten Schubkarren an den tragenden Teilen und der Mulde mit Winkeleisen verstärken (Bild Mitte).
Die lokalen Wirtschaftskreisläufe im Norden Malis sind großenteils zusammengebrochen. Aber die schwere wirtschaftliche Krise hat Aissata nicht untergekriegt. Fast im Gegenteil: Alle vor Ort sind auf lokale Lösungen angewiesen. Die bietet Aissata in ihrer Werkstatt. Ihr Angebot erstreckt sich inzwischen auf alles, was man beim Hausbau auf dem Lande benötigt: Rahmen, Gitter, Tore, Türen und Fenster (Bild rechts).
Fotos Nouhou Maiga
Aissatas Werkstatt II
29. Juli 2014