2015
In achtzehn Jahren (seit 1996) hat das Team der Garage de Maintenance Agricole (GMA) von Boubacar Bah gelernt und routiniert eingeübt, die bei der Motorenfabrik Hatz in Passau sorgsam und geschickt gepackten Container mit den montierten Motorpumpen und ihrem Zubehör ohne Hilfsmittel (Gabelstapler, Kräne) zu entladen, die Motoren zu testen, das Zubehör zu montieren, die Pumpenwärter anzulernen und schließlich die Motorpumpen zu installieren.
Das große Spektakel ist alljährlich die Ausfahrt zur Montage der Motorpumpen auf den für die jeweilige Anbausaison neu hergerichteten Bewässerungsfeldern; trotz Unsicherheit und politischer Risiken im Jahr nach der Befreiung von der islamistischen Okkupation immerhin zweiundzwanzig Stück.
Die Werkstatt verfügt über zwei Geländewagen. Die auf rollende Gestelle montierten Motorpumpen werden hinter den Fahrzeugen her gezogen. Oben auf den Dächern türmen sich die mit schwarzem Kautschuk ummantelten, sechs Meter langen, schweren Ansaugschläuche.
Wenn dieser Konvoi vorbeifährt, dann rennen die Kinder in den Dörfern schon aufgeregt schreiend und klatschend hinterher. Und wenn der Konvoi auf der Pontonfähre vom linken zum rechten Ufer über den Niger hinwegsetzt, dann spricht man im Flusstal des Niger davon. Kein Signal könnte aufmunternder sein, denn die Botschaft lautet: Ihr seid nicht alleine, wir investieren unvermindert in Eure Zukunft.
Fotos: Moctar Bah, 2014
Text: Henner Papendieck
Motorpumpen 2014 (1)
19. Januar 2015