2016
Diese kleinen Fähren dienen dazu, Eselskarren, Motorräder, Passagiere und auch Fahrzeuge über die Seitenarme des Niger überzusetzen. Allein im Kreis von Niafunké hat das Programm Mali-Nord vor mehr als zehn Jahren vier solcher Fähren installiert: In den Dörfern Bandé, Koumaira, Gogoré und Marassiré. Mit ihrer Hilfe kann man auch während der Regenzeit von Niafunké bis Mopti fahren.
Der Unsicherheit im Haoussa wegen nutzen die Militäreskorten des französischen Bau-Unternehmens, SATOM, das die Straße nach Timbuktu baut, gerne diese Route nach Mopti.
Die Seitenarme des Niger sind nicht tief. Die Fähren lassen sich deshalb mit Bambusstangen staken, sie bringen den Fährleuten Lohn und den Gemeinden kleine Einnahmen.
Die Fähren werden von einer Stahlbaufirma in Koulikoro, 50 km östlich von Bamako gebaut; eine Fähre mit fünf Tonnen Nutzlast kostete etwas weniger als 25.000 Euro. Sie sind ein Beispiel für nachhaltige und wirtschaftliche Investitionen, die hohen Mehrwert und Beschäftigung schaffen; zugleich das einzige Mittel um diesen ‚amphibischen’ ländlichen Raum zu erschließen.
Fotos: Nouhou Maiga, Nov. 2015
Ponton-Fähren
8. Januar 2016