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    <title>Barbara Papendiecks Blog</title>
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    <description>Malerisch ist das Leben an den Ufern des Niger, hart ist der Alltag und weit verbreitet die Armut. Von der Härte und der Armut tragen die Frauen den größeren Teil und sind dabei doch lebenslustig und gewitzt. Ein Licht auf deren tägliches Leben zu werfen, hat sich Barbara Rocksloh-Papendieck vorgenommen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Von 1994 bis 2011 arbeitete sie im Rahmen des Programms Mali-Nord (GTZ/KfW). Ihre Schwerpunkte waren: Armutsbekämpfung, Kleinbewässerung und Frauenförderung. In der Region Timbuktu war sie viel unterwegs. Sie erzählt von Begegnungen mit Frauen, von Beobachtungen aus dem Alltag in den Dörfern und von manchen kleinen Begebenheiten, die ein bezeichnendes Licht auf die Verhältnisse werfen.</description>
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      <title>Barbara Papendiecks Blog</title>
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      <title>Na Sugu 2</title>
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      <pubDate>Sun, 9 Apr 2017 18:36:07 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2017/4/9_Na_Sugu_2_files/Blog%202%20Foto%20links-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object003_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Als condiments (wörtlich: Gewürze) bezeichnen die Westafrikaner alle Zutaten für die Soße zum Brei aus Reis, Hirse oder Mais. Dazu zählen: Maggi, Dörrfisch oder Fleisch, Tomaten, Zwiebeln, Kohl, afrikanische Aubergine, kleine Kürbisse, Süßkartoffeln, Öl, Salz, Pfefferschoten, usw.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wer weder Strom noch Wasser hat, weder Küche noch Speisekammer, weder Kühlschrank noch überhaupt Schrank, der kauft seine Lebensmittel nur für den jeweiligen Tag. Deshalb wird auf dem Markt alles in kleinsten Mengen angeboten, auch Reis, Hirse und Holzkohle.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Gang zum Markt gehört zum vergnüglichen Teil des Tages. Gegen neun und zehn am Morgen sind alle Marktstände besetzt, die Ware zu Einheiten ausgelegt und die Frauen in Scharen beim Einkaufen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die meisten malischen Männer geben ihren Frauen jeden Morgen das Haushaltsgeld für den Tag. Gekocht wird immer die gleiche Menge: eine Schüssel voll. Mal teilen sich nur die zum Haushalt gehörenden Personen die Mahlzeit, etwa typischerweise sieben: Mann, Frau, drei Kinder, Schwester des Mannes und Bruder der Frau; mal kommen andere hinzu, dann gibt es für jeden weniger.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;In einem Haushalt, der nicht mehr als 1.000 FCFA (1,50 €) am Tag ausgeben kann, isst man Reis oder Hirse mit sehr wenig Zutaten. Ein etwas besser verdienender Fahrer gibt seiner Frau jeden Tag 2.500 FCFA (3,75 €). Davon gibt sie die Hälfte für die condiments aus, die andere Hälfte für ein Pfund Fleisch, Schaf oder Ziege mit Haut und Knochen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fotos: Barbara Rocksloh-Papendieck, Februar 2017</description>
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      <title>Na Sugu 1</title>
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      <pubDate>Sat, 8 Apr 2017 18:27:06 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2017/4/8_Frauen_als_chef_de_menage_2_files/Blog%201%20Foto%20links-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object002_2.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Mali befindet sich in einem Prozess explosionsartiger Urbanisierung; der nicht enden wollende Konflikt im Norden feuert sie noch weiter an. Bamako drängt in alle Himmelsrichtungen in die Täler der die Stadt umgebenden Manding-Berge.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Auch zwanzig Kilometer östlich von Bamako in Richtung Segou, vor wenigen Jahren noch fast reines Buschland, reiht sich ungeplant ein Haus (oft noch im Rohbau) an das andere. Die schmale Piste hin zum Niger-Fluss ist links und rechts von Ladengeschäften gesäumt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Zwischen zwei früheren Dörfern hat sich in Yirimadio Kadobougouni der kleine rudimentäre Wochenmarkt zum lebhaft besuchten Na Sugu (marché de la sauce) gemausert, dem täglichen Lebensmittelmarkt für die Umgebung.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Na Sugu ist ein reiner Frauenmarkt. Verkäuferinnen wie Einkäuferinnen sind Ehefrauen oder junge Frauen und Mädchen, die den Haushalt führen. (Nur der Fleischer ist ein Mann: Tiere töten und zerteilen sowie Fleisch verkaufen ist Männerarbeit.) Die Verkäuferinnen haben lange Fußmärsche hinter sich, andere eine Fahrt im Sammelbus. Hier sind alle Ethnien Malis vertreten und die lingua franca ist Bamana.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eine freundliche und entspannte Stimmung liegt über dem Markt. Man sieht vorwiegend junge Frauen, viele mit ihrem Baby auf dem Rücken. Die Frauen haben sich für den Gang zum Markt zurechtgemacht, sehen gepflegt und gesund aus und wirken selbstbewusst. &lt;br/&gt; &lt;br/&gt;Die meisten Frauen nehmen den Eimer zum Einkaufen; à la mode ist jedoch ein farbiger Einkaufskorb aus Plastik mit Deckel (made in China), für diejenigen, die sich diesen kleinen Luxus leisten können.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fotos: Barbara Rocksloh-Papendieck, Februar 2017</description>
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      <title>Frauen als chef de ménage</title>
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      <pubDate>Fri, 7 Apr 2017 18:12:11 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2017/4/7_MANIVELLE_%28die_Handkurbel%29_2_files/Bild%20links-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object001_4.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Fady Touré stammt aus einem Dorf im Kreis Youvarou (Region Mopti), mitten im Binnendelta des Niger. Sie ist 24 Jahre alt, Mutter von drei Kindern. Ihr Mann ist unlängst gestorben.&lt;br/&gt;In ihrem Dorf, in der Kommune von Dongo, entstand 2016 in gemeinsamer Arbeit und unter Förderung des Programms Mali-Nord ein vierzig Hektar großes Bewässerungsfeld für Reisanbau.&lt;br/&gt;In der Regel sind es die Männer als Familienvorstände, chefs de ménage, denen die Dorfältesten je nach Familiengröße eine oder mehrere Parzellen auf dem Bewässerungsfeld zuteilen.&lt;br/&gt;Als Witwe und somit Familienvorstand hatte sich Fady Touré um eine eigene Parzelle beworben. Sie hat bei der Herrichtung der Flächen mitgearbeitet und bekam 0,25 ha zugewiesen. Jetzt ist sie dabei, das Erdreich ihrer Parzelle für die erste Bewässerung und die Repiquage (die Vereinzelung der Reispflänzchen) aufzulockern (Bild 1).&lt;br/&gt;Neben Fady Touré haben neun weitere Frauen eigene Parzellen erhalten, alle weiteren Frauen sind nur assoziiert, das heißt sie arbeiten auf der familieneigenen Parzelle, formal der des Ehemanns, sofern Mann oder Kinder - gängiges Muster - saisonal abgewandert sind, um anderswo Arbeit zu suchen.&lt;br/&gt;Das Versetzen der Reispflänzchen von den Saatbeeten auf die große Bewässerungsfläche ist im wesentlichen Frauenarbeit (Bild 2). Daneben findet aber auch die Jugend (Mädchen wie Jungen) auf dem Bewässerungsfeld Beschäftigung, sowohl beim Verziehen der Pflänzchen, beim Transport und beim Pflanzen auf dem Bewässerungsfeld. Meist schließen sich die Jungen und die Mädchen in Altersgruppen zusammen, dann geht die Arbeit leichter von der Hand (Bild 3).&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fotos Nouhou Maiga, Oktober 2016</description>
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      <title>MANIVELLE (die Handkurbel)</title>
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      <pubDate>Mon, 8 Aug 2016 21:23:27 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2016/8/8_MANIVELLE_%28die_Handkurbel%29_files/2.%20Blog,%20Foto%201%20%201385-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object003_1.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Seine Arbeit führt das Programm Mali-Nord trotz des massiven Konflikts im Norden Malis erfolgreich fort. Das grenzt an ein Wunder. Möglich ist dies durch seine lokale Verankerung und die erfahrenen, langjährigen Mitarbeiter.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Motorpumpen sind handgreiflicher wie symbolischer Inbegriff des Kleinbewässerungsprogramms. Die offizielle Übergabe der manivelles - zum Anlassen der Motorpumpen - eignet sich bestens für die politische Darstellung von Ministern, Gouverneuren, Abgeordneten, Beiräten, Bürgermeistern und sonstigen Würdenträger(innen); Bild Mitte.&lt;br/&gt;Eine Zitterpartie ist alljährlich die rechtzeitige Ankunft der Motorpumpen. Das liegt hauptsächlich an den schwierigen Transportrouten und –verhältnissen in Westafrika.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Vor der Besetzung des Nordens durch die Djihadisten fanden solche Übergaben am Ort der Montage und des späteren Einsatzes statt, nämlich in Diré, zugleich Standort der Garage de Maintenance Agricole (GMA). Dort wurden die Container entladen, Motoren wie Pumpen auf die Wagen montiert und für den Einsatz vorbereitet.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Seit der Besetzung Dirés durch die Islamisten im Jahre 2011 verlegte das Programm Mali-Nord die Verteilung der Motorpumpen und den Vertrieb der Ersatzteile weiter südlich nach Mopti. Wegen der andauernden Unsicherheit fand in den letzten Jahren die Übergabezeremonie ebenfalls in Mopti statt; so auch im Juli 2016, auf den allerletzten Drücker, denn die Saatbeete für die laufende Saison waren schon längst zu bewässern.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;26 Motorpumpen waren es für den südlichen Sektor. Das ist immer ein stolzer Anblick und die Mechaniker der GMA sind längst darin geübt, aus der Übergabe am Flussufer ein ordentliches Spektakel mit viel Lärmentfaltung zu machen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fotos: Nouhou Maiga, Juli 2016</description>
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      <title>„BRAS VALIDES“ (arbeitsintensive Maßnahmen)</title>
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      <pubDate>Sat, 6 Aug 2016 21:14:51 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2016/8/6_BRAS_VALIDES_%28arbeitsintensive_Manahmen%29_files/1.%20Blog,%20Foto%201%20%201383-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object001_3.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Vor nunmehr zwanzig Jahren, 1996, hat das Programm Mali-Nord begonnen, sich im Binnendelta des Niger mit der Bewässerungslandwirtschaft zu beschäftigen. Es begann mit der Wiederbelebung von Feldern, die in den Jahren der Rebellion zwischen1989 und 1994 verlassen und/oder aufgegeben worden waren. &lt;br/&gt; In den folgenden Jahren entwickelte sich daraus ein Programm systematischer Investitionen in die Kleinbewässerung: die Herrichtung gemeinschaftlich genutzter Bewässerungsfelder, deren optimale Größe – so stellte sich allmählich heraus – bei jeweils vierzig Hektar lag. Flächen dieser Größenordnung lassen sich mit einer zuverlässigen und leistungsfähigen Motorpumpe (drei Zylinder) gut bewässern. &lt;br/&gt; Ziel war und ist, die ansässige und umliegende Bevölkerung zu ernähren, lokales Einkommen zu schaffen und vor allem, die Jugend zu beschäftigen und auf diese Weise deren Abwanderung einzudämmen. &lt;br/&gt; Der Erfolg des Programms gründet in dessen Ansatz: Planung von unten nach oben. In den Genuss der erheblichen Anschub-Investitionen kommen nur Dörfer, die nachweislich und nachhaltig genügend „bras valides“ (fähige Arme) = arbeitsfähige Männer und Frauen, in kleinbäuerlichen Gruppen organisieren können. &lt;br/&gt; Die Fotos aus dem Raum Niafunké (bis Youwarou) zeigen von links nach rechts eine Nutzergruppe im Gespräch mit Ali Coulibaly (im grauen Boubou neben der Akazie), dem Leiter der Niederlassung am Bara Issa; die typischen Erdarbeiten beim Aufschüttung der Kanalwände - Maschinen kommen hier nicht zum Einsatz - und den Bau eines der Verteiler des Bewässerungssystems, Arbeit nur für gelernte Maurer. &lt;br/&gt; Auf Weisung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) wechselt das Programm Mali-Nord dieses Jahr übrigens seinen Namen. Die Arbeit im Feld vollzieht sich zum Glück bislang noch in der beschriebenen Weise. &lt;br/&gt;Fotos: Nouhou Maiga, April 2016</description>
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      <title>Reismarkt in Attara</title>
      <link>http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2016/1/10_Reismarkt_in_Attara.html</link>
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      <pubDate>Sun, 10 Jan 2016 18:07:56 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2016/1/10_Reismarkt_in_Attara_files/Reismarkt%20Attara-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object010_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:105px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Einer der größten Wochenmärkte der Region von Timbuktu liegt in Attara. Er findet jeden Donnerstag statt. Attara selbst ist mit rund tausend Einwohnern kein großes Dorf, der Standort hat seine Ursache allein in der geographischen Lage. Hier trifft nämlich das innere Delta des Niger mit den Routen nach Mauretanien zusammen, der kürzeste und sicherste Weg nach Mopti.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Genau gegenüber von Attara liegt auf der anderen Seite des Niger das Dorf Bia. Es zählt zu den sieben oder acht Dörfern dieses Landstrichs, die vor Jahrhunderten von den besonders gewerbefleißigen Soninke gegründet wurden. Viele Frauen der Soninké haben sich seit dem Siegeszug der Kleinbewässerung auf die Weiterverarbeitung und den Vertrieb von Reis geworfen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sie kaufen den ungeschälten Reis, lassen ihn im Wasser quellen und verkaufen den anschließend geschälten (und wieder getrockneten) Reis auf dem Wochenmarkt von Attara. Die Reisfrauen von Bia haben auf dem Markt ihren eigenen, angestammten Platz. Ihre Hauptabnehmer sind die Händler aus Léré und die Kaufleute aus Mauretanien. Mit ihrem Verdienst unterhalten die Frauen ihre Familien.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fotos: Nouhou Maiga, November 2015</description>
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      <title>Wanderarbeiterinnen</title>
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      <pubDate>Sat, 9 Jan 2016 18:02:46 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2016/1/9_Wanderarbeiterinnen_files/Bild%205-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object009_1.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:105px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Wanderarbeiter(innen) findet man überall, wo geerntet wird. Das Dorf N’Gouma liegt nicht am Wasser, folglich gibt es dort auch keine Bewässerungsfelder. Bella-Frauen aus dem Dorf wandern deshalb als Erntehelferinnen in die benachbarten Gemeinden am Bara Issa, dem größten der Seitenarme des Niger. Sie dreschen und wörfeln den Paddy (ungeschälten Reis). Ihr Lohn dafür sind jeweils ein paar Maß Getreide. Manche von ihnen werden als Sozialfälle durchgefüttert; andere dreschen das liegen gebliebene Stroh ein zweites und drittes Mal, der Ertrag daraus fällt ihnen allein zu. Am Ende der Saison nimmt eine Wanderarbeiterin drei bis fünf Sack Reis mit nach Hause.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Frauen sind im Reisanbau aber auch an allen anderen Arbeitsgängen beteiligt: Felder herrichten, Pflänzchen vereinzeln, jäten, ernten, dreschen. Auf dem Bild rechts sieht man das erst im Jahr 2015  entstandene Bewässerungsfeld von Fafou. Die Frauen entnehmen den Saatbeeten die Reispflänzchen, bündeln sie, tragen sie auf die Parzellen und vereinzeln sie dort. Auf diese Arbeit haben sich inzwischen oft Gruppen von Frauen spezialisiert. Man entlohnt sie im Akkord, nach der von ihnen bepflanzter Fläche.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fotos: Nohou Maiga, November 2015</description>
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      <title>Ponton-Fähren</title>
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      <pubDate>Fri, 8 Jan 2016 17:25:19 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2016/1/8_Ponton-Fahren_files/Bild%201-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object001_2.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:105px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Diese kleinen Fähren dienen dazu, Eselskarren, Motorräder, Passagiere und auch Fahrzeuge über die Seitenarme des Niger überzusetzen. Allein im Kreis von Niafunké hat das Programm Mali-Nord vor mehr als zehn Jahren vier solcher Fähren installiert: In den Dörfern Bandé, Koumaira, Gogoré und Marassiré. Mit ihrer Hilfe kann man auch während der Regenzeit von Niafunké bis Mopti fahren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Unsicherheit im Haoussa wegen nutzen die Militäreskorten des französischen Bau-Unternehmens, SATOM, das die Straße nach Timbuktu baut, gerne diese Route nach Mopti.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Seitenarme des Niger sind nicht tief. Die Fähren lassen sich deshalb mit Bambusstangen staken, sie bringen den Fährleuten Lohn und den Gemeinden kleine Einnahmen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Fähren werden von einer Stahlbaufirma in Koulikoro, 50 km östlich von Bamako gebaut; eine Fähre mit fünf Tonnen Nutzlast kostete etwas weniger als 25.000 Euro. Sie sind ein Beispiel für nachhaltige und wirtschaftliche Investitionen, die hohen Mehrwert und Beschäftigung schaffen; zugleich das einzige Mittel um diesen ‚amphibischen’ ländlichen Raum zu erschließen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fotos: Nouhou Maiga, Nov. 2015&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Motorpumpen 2014 (2)</title>
      <link>http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2015/1/22_Motorpumpen_2014_%282%29.html</link>
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      <pubDate>Thu, 22 Jan 2015 13:30:21 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2015/1/22_Motorpumpen_2014_%282%29_files/Bild%204-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object001_3.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;An ihrem endgültigen Bestimmungsort kann man die Motorpumpen im Juni oder Juli meist nicht installieren. Denn die jährliche Flutwelle des Niger hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingesetzt. Man platziert die Motorpumpe deshalb im Flussbett selbst, um die Saatbeete mit dem in einer der Senken verbliebenen Wasser zu bewässern.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Theoretisch haben die pompistes  (Pumpenwärter) – erkennbar an ihrem „Blaumann“ wie der junge Mann rechts im Bild - in ihrer vierzehntägigen Grundausbildung in der Werkstatt von Boubacar Bah in Diré alles Wissenswerte zu Aufstellung, Betrieb und Wartung der Motorpumpen vermittelt bekommen. Hier auf dem freien Felde beginnt jetzt der Ernst des Lebens, nun müssen sie ihr Wissen anwenden.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Jedes Bewässerungsfeld entsendet zwei pompistes zu dem Ausbildungskurs, in der Regel junge Männer, junge Frauen sind die Ausnahme, die gibt es aber auch. Später folgen alljährlich einwöchige Fortbildungskurse zu der Jahreszeit, in der die Motorpumpen nicht in Betrieb sind.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Im Laufe der Jahre hat sich ein fester Ausbildungs-Kanon herausgebildet. Den haben inzwischen mehr als achthundert pompistes gemeistert. Größere Pannen an Motoren und Pumpen sind die Ausnahme.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Text: Henner Papendieck&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fotos: Moctar Bah, 2014&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description>
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      <title>Motorpumpen 2014 (1)</title>
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      <pubDate>Mon, 19 Jan 2015 15:42:13 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2015/1/19_Motorpumpen_2014_%281%29_files/Bild%201-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object006_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;In achtzehn Jahren (seit 1996) hat das Team der Garage de Maintenance Agricole (GMA) von Boubacar Bah gelernt und routiniert eingeübt, die bei der Motorenfabrik Hatz in Passau sorgsam und geschickt gepackten Container mit den montierten Motorpumpen und ihrem Zubehör ohne Hilfsmittel (Gabelstapler, Kräne) zu entladen, die Motoren zu testen, das Zubehör zu montieren, die Pumpenwärter anzulernen und schließlich die Motorpumpen zu installieren. &lt;br/&gt;Das große Spektakel ist alljährlich die Ausfahrt zur Montage der Motorpumpen auf den für die jeweilige Anbausaison neu hergerichteten Bewässerungsfeldern; trotz Unsicherheit und politischer Risiken im Jahr nach der Befreiung von der islamistischen Okkupation immerhin zweiundzwanzig Stück. &lt;br/&gt;Die Werkstatt verfügt über zwei Geländewagen. Die auf rollende Gestelle montierten Motorpumpen werden hinter den Fahrzeugen her gezogen. Oben auf den Dächern türmen sich die mit schwarzem Kautschuk ummantelten, sechs Meter langen, schweren Ansaugschläuche. &lt;br/&gt;Wenn dieser Konvoi vorbeifährt, dann rennen die Kinder in den Dörfern schon aufgeregt schreiend und klatschend hinterher. Und wenn der Konvoi auf der Pontonfähre vom linken zum rechten Ufer über den Niger hinwegsetzt, dann spricht man im Flusstal des Niger davon. Kein Signal könnte aufmunternder sein, denn die Botschaft lautet: Ihr seid nicht alleine, wir investieren unvermindert in Eure Zukunft. &lt;br/&gt;Fotos: Moctar Bah, 2014 &lt;br/&gt;Text: Henner Papendieck</description>
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      <title>Die Garage de Maintenance Agricole (GMA) in Diré</title>
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      <pubDate>Sun, 18 Jan 2015 10:26:39 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2015/1/18_Die_Garage_de_Maintenance_Agricole_%28GMA%29_in_Dire_files/Bild%203-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object001_3.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Im Frühjahr 2012 fiel die Region Timbuktu innerhalb weniger Tage erst unter die Herrschaft der Rebellen, dann der Islamisten. Nach dem Fall Timbuktus warteten die kleinen Landstädte Goundam und Diré, in sorgenvoller Erwartung, was sich nun bei Ihnen abspielen würde und jeder traf seine eigenen Vorbereitungen. Wer ein neueres Auto hatte, brachte es (mit der Fähre) auf die andere Seite des Niger. Liegenschaften dagegen sind von Natur aus immobil. Was tun? &lt;br/&gt;Der Chef der Werkstatt zur Installation und Wartung der Motorpumpen, Boubacar Bah (Bild Mitte, links), in seinem Leben schon oft auf schwierige Proben gestellt und von der Rebellion der 1990er Jahre schwer gebeutelt, verfiel auf die Strategie, alles Wertvolle abzubauen, zu verteilen und zu verstecken. Die Fahrzeuge und die Motorräder seiner Mechaniker hatte man schon in Sicherheit gebracht, jetzt ging es um die Motorpumpen, das Zubehör, das teure Werkzeug und die Einrichtung der Werkstatt: Generator, Druckluftanlage, Werkbänke, Schreibtische, Schränke, Stühle, Hocker, Schmierstoffe, Öl usw. Alles wurde innerhalb von zwei Tagen und einer Nacht abgebaut, auseinandergenommen und auf Hütten und Höfe in der Stadt und in umliegenden Dörfern verteilt. &lt;br/&gt;Die staatliche Berufsschule und die Lehrerfortbildungsanstalt in Diré wurden von den Rebellen und der plündernden Bevölkerung vollständig zerstört, selbst das Wellblech von den Dächern wurde demontiert. Die Werkstatt GMA dagegen blieb erhalten, wurde ab August 2013 wieder in Betrieb genommen und nach und nach eingerichtet. In der Zwischenzeit hatten Bah und seine Mechaniker klandestin und dezentral die Motorpumpen in den Dörfern gewartet oder repariert. &lt;br/&gt;Bewährt hat sich hier wie anderswo, was man als ownership bezeichnet: Nutznießer und Eigentümer der Bewässerungsanlagen sind nämlich die Kleinbauern und im Falle der Werkstatt die Mechaniker. Deren Ortsverbundenheit und gewitzte Überlebenskunst haben die drohende Zerstörung verhindert. Was sie jetzt dringend brauchen ist die Rückkehr zur Normalität und eine Wiederbelebung der lokalen und regionalen Wirtschaftskreisläufe. &lt;br/&gt;Text: Henner Papendieck Fotos: Moctar Bah, 2014&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Den Zustand der Werkstatt bei ihrer ersten Fertigstellung Ende 2010 sieht man unter: &lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/aktuell/2010/12.html&quot;&gt;http://www.programm-mali-nord.de/aktuell/2010/12.html&lt;/a&gt;</description>
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      <title>Ernte 2014</title>
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      <pubDate>Tue, 13 Jan 2015 09:45:06 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2015/1/13_Ernte_2014_files/Bild%201-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object002_1.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Die Ernte ist die Zeit der Frauen. Die meiste Arbeit liegt bei ihnen. Sie stammen nicht notwendig aus dem gleichen Dorf. Viele aus den Nachbarorten gesellen sich zur Erntezeit geschäftig hinzu. Wer hilft, kriegt Reis ab. Jede Verrichtung hat ihr eigenes (Getreide-)Maß: schneiden, bündeln, tragen, dreschen, wörfeln, einsacken. &lt;br/&gt;Gleich am Dreschplatz finden sich ambulante Händlerinnen ein, die Seife, Orangen, Bonbons, Erdnüsse und andere Kleinwaren im Tausch gegen Reis anbieten (Bild rechts). &lt;br/&gt;Die Saison 2014/15 ist für die Bewässerungsfelder gut verlaufen. Am Bara Issa, dem Seitenarm des Niger, sind im Jahr 2014 zwölf neue Felder (à 40 ha) entstanden. Die Arbeiten hatten im April begonnen. Bis zum Einsetzen der Flutwelle Ende Juni waren sie alle fertiggestellt. Rechtzeitig, im Einklang mit dem der Witterung wegen so wichtigen landwirtschaftlichen Kalender, konnten die  Kleinbauern die Reispflänzchen verziehen. &lt;br/&gt;Wie erwartet war die Bewässerungslandwirtschaft  die Lebensversicherung der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Die Saison verlief problemlos und brachte eine gute Ernte. Wer die Bilder genau studiert, bemerkt alle Anzeichen von Normalität. Der Alltag sieht aus wie vor der Besetzung des Nordens. &lt;br/&gt;Ganz so weit ist es allerdings noch nicht, auch wenn in Goundam und Timbuktu die öffentlichen Gebäude bereits wieder hergestellt werden. Ein Teil der Bevölkerung, der hellhäutige nämlich, befindet sich weiterhin in den Flüchtlingslagern in Mauretanien. Léré oder Dari z.B. haben zur Normalität noch nicht zurückgefunden. Das werden sie wohl erst wenn die Friedensverhandlungen von Algier Anfang 2015 zu einem erfolgreichen Abschluss kommen und anschließend ernsthaft in den Wiederaufbau des Nordens investiert wird.  Fotos: Nouhou Maiga, Dezember 2014</description>
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      <title>Aissatas Werkstatt II</title>
      <link>http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2014/7/29_Aissatas_Werkstatt_II.html</link>
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      <pubDate>Tue, 29 Jul 2014 09:00:38 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2014/7/29_Aissatas_Werkstatt_II_files/Aissata%20links-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object002_3.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Die Krise im Norden Malis ist alles andere als überwunden. Wenig rührt sich von Seiten der malischen Regierung oder der internationalen Gebergemeinschaft. Die Bevölkerung kann sich nicht erlauben, zuzuwarten, bis man ihr hilft. Sie hilft sich selbst, so gut sie kann.  Aissata in Attara hat ihr kleines Unternehmen weiter ausgebaut. Inzwischen hat sie in Niono eine Werkstatt gefunden, die starre Ansaugrohre für die Motorpumpen herstellen kann (Bild links). Die sind für Motoren und Pumpen zwar nicht so gut, wie die flexiblen, die Vibrationen und Stöße auffangen, aber besser als gar nichts.  Die importierten, fabrikgefertigten Schubkarren halten nicht lange, vor allem die Mulden reißen ein, weil sie schwer beladen werden, und neue Schubkarren kommen nur selten hinzu. Aissata lässt in ihrer Werkstatt die importierten Schubkarren an den tragenden Teilen und der Mulde mit Winkeleisen verstärken (Bild Mitte).  Die lokalen Wirtschaftskreisläufe im Norden Malis sind großenteils zusammengebrochen. Aber die schwere wirtschaftliche Krise hat Aissata nicht untergekriegt. Fast im Gegenteil: Alle vor Ort sind auf lokale Lösungen angewiesen. Die bietet Aissata in ihrer Werkstatt. Ihr Angebot erstreckt sich inzwischen auf alles, was man beim Hausbau auf dem Lande benötigt: Rahmen, Gitter, Tore, Türen und Fenster (Bild rechts).  Fotos Nouhou Maiga</description>
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      <title>Anbausaison 2014/15</title>
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      <pubDate>Mon, 28 Jul 2014 09:00:06 +0200</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2014/7/28_Anbausaison_2014_15_files/Reisanbau%20Bild%20links-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object001_1.jpg&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;In diesem Jahr wartet das Binnendelta des Niger noch Ende Juli auf den ersten Regen. Die einzige Hoffnung ist der Fluss. Die Flutwelle hat in den letzten Juli-Tagen den Bara Issa erreicht. Man nutzt das in den Senken verbliebene Wasser des letzten Jahres, um die ersten Felder zu bewässern. Bis die Saison richtig beginnt, ist dann die diesjährige Flut da.  Die Menschen haben zur Selbsthilfe gegriffen. In Fafou, Kreis Youwarou (Bild links) zum Beispiel, haben sie mit eigenen Mitteln provisorisch ein Bewässerungsfeld hergerichtet. Das Dorf Fafou hat sich in Mopti eine Motorpumpe für die Anbaukampagne 2014 geliehen. Pro Hektar und Anbaukampagne zahlen die Nutzer dafür 50.000 FCFA (375,00 EUR). Bei vierzig Hektar Anbaufläche ergibt das den horrenden Preis von 2 Mio. FCFA (3.000 Euro). Am Bara Issa allein, dem größten Nebenarm des Niger, gibt es mindestens zehn vergleichbare Fälle.  Es mangelt den Menschen an Kapital. Davon profitiert, wer auf dem Lande Kapital besitzt: Wucherer, Leiher und Getreidehändler. Sie suchen hohe Renditen bei geringem Risiko. Die Dörfer können die Miete für eine Motorpumpe nicht bar auf den Tisch legen. Die Leiher kommen zur Ernte und kassieren die Miete zudem in Getreide; dann drückt das reichliche Angebot an Reis den Preis auf etwa die Hälfte. Das steigert den Profit der Händler und verarmt die Bauern. Deshalb ist so wichtig, die Dörfer bei der Anschaffung der Motorpumpe zu unterstützen. Nur so haben diese eine Chance, das neue Produktionssystem mit Bewässerung zu beginnen, ohne in Verschuldung zu enden.  Das Dorf Fittobé zählt zu den zwölf Dörfern, die im Sektor Bara Issa im Rahmen der Investitionen des Programms Mali-Nord von 2014 ein Bewässerungsfeld erhalten. Auf dem Bild (rechts) die neue Motorpumpe, die auf einem Eselskarrens an ihren Platz am Rande des Ufers gebracht wird.  Die Saatbeete hat man im Flussbett angelegt. Nach vier Wochen ist es an der Zeit, die Reispflänzchen zu vereinzeln, so auf dem Bewässerungsfeld von Kourouba (Bild Mitte).  Fotos: Nouhou Maiga</description>
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      <title>AISSATAS WERKSTATT</title>
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      <pubDate>Mon, 24 Feb 2014 09:00:56 +0100</pubDate>
      <description>&lt;a href=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Eintrage/2014/2/24_AISSATAS_WERKSTATT_files/Foto1-filtered.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.programm-mali-nord.de/B_Papendieck/Blog/Media/object000_3.png&quot; style=&quot;float:left; padding-right:10px; padding-bottom:10px; width:174px; height:161px;&quot;/&gt;&lt;/a&gt;Unter Unternehmertum darf man sich an einem Ort wie Attara nicht zu viel vorstellen. Aisattas Hof in diesem Dorf unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von den Höfen ihrer Nachbarn. Alles sieht ärmlich und irgendwie provisorisch aus. Aber unter dem kleinen, auf acht Eukalyptusstämmen angebrachten Überdach aus traditionellen Matten verbirgt sich ihr ganzer produktiver Reichtum: eine kleine Reisschälmaschine. Auf deren Motor hat sie einen Dynamo anbringen lassen, der genug Strom für Schweißarbeiten zur Reparatur von Schubkarren, Stühlen, Türen und Eselskarren erzeugt. Zugleich werden hier Reifen und Schläuche geflickt. Dafür beschäftigt Aisatta drei Arbeiter.&lt;br/&gt;Auf dem dritten Foto sind daneben mehrere Stangen Winkeleisen und Bleche zu sehen. Sie dienen dazu, Eselskarren selber anzufertigen.&lt;br/&gt;Mit europäischen Augen ist es noch kaum zu erkennen, aber Aisatta hat auf dem Weg zur Unternehmerin schon einen weiten Weg hinter sich und darf als erfolgreich gelten.&lt;br/&gt;Fotos Nouhou Maiga</description>
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